Erfahrungsbericht Reederei Trip: Frische Makrelen aus Holland

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Reederei Trip

Reederei Trip
5.26

Ausstattung

5/10

    Personal

    4/10

      Freier Platz

      8/10

        Preis

        6/10

          Fanggebiet

          3/10

            Gut

            • Kapitän ist bemühnt die Fische zu finden
            • Es gibt keine Überbauten
            • Pumpe + Schlauch für frisches Meerwasser zum Ausnehmen der Fische

            Schlecht

            • Personal kann kaum Deutsch
            • Keine überdachten Plätze
            • Meistens überfüllt

            Mit einer Flotte von 3 Schiffen ist die Reederei Trip (Rederij Trip) aus Scheveningen wohl der bekannteste Anbieter in Niederlande. Bei den Schiffen handelt es sich um den Trip Tender mit 45 Plätzen auf Makrele oder 30 Plätze auf Dorsch, auf dem Kutter Trip Senior können bis zu 63 Makrelenangler oder 40 Dorschnachsteller Platz finden und der größte unter Angelkuttern ist der Trip Junior, der bis zu 97 Makrelenjäger oder Dorschangler aufnehmen kann. Diese Größe und eine gute Marketingstrategie verhelfen der Reederei zu dem enormen Bekanntheitsgrad.

            Reederei Trip ist ein Anbieter, der das Hochseeangeln über das ganze Jahr anbiet. Dabei wird das Makrelenangeln vom Ende Mai bis Mitte September angeboten. In den Monaten September bis Mai wird das Ankerangeln angeboten. Dabei wird neben Dorschen auch auf Schollen und Wittlinge Jagt gemacht. Es wird auch das Wrackfischen angeboten dabei stellt man hauptsächlich dem Dorsch nach, den es in der Nähe vom Wrack zahlreich gibt.

            Die Preise sind bei der Reederei Trip in Ordnung, sogar günstiger als bei den meisten Deutschen Mitbewerber. So wird das Makrelenangeln und das Ankerfischen für 40€ angeboten, dabei ist man 7,5 Stunden unterwegs. Für das Wrackangeln werden 50€ fällig und man ist 12 Stunden auf der See. Neben einer Leih – Angel für 15€ Mietgebühr besteht auch die Möglichkeit weiteres Angelzubehör wie Eis, Eimer oder auch Tabletten gegen die Übelkeit zu kaufen. Dieses sollte man aber vorab bei der Ticketsausgabe klären.

            Wenn du einen Hochsee-Angelausflug mit der Reederei Trip buchen möchtest, kannst du direkt auf die Homepage der Reederei gehen oder einfach eine kostenlose Anfrage an uns schicken. Wir kümmern uns dann kostenlos für dich um die Buchung.

            Ob es für dein Datum noch freie Plätze gibt, kannst du online prüfen.

            Bezahlt wird bequem per Überweisung oder auch per Paypal.

            Deshalb fahren viele deutsche Angler nach Holland zum Hochseeangeln. Die bekanntesten Fischkutter sind diejenigen, von der Reederei Trip in Scheveningen. Viele deutsche Angler reden zwar schlecht über diese Reederei und über deren Kutter und Personal. Ich kann diese Meinung aber absolut nicht teilen.

            Über die Reederei Trip

            Reederei Trip | Quelle: Youtube

            Reederei Trip | Quelle: Youtube

            Die Reederei Trip ist der bekannteste Fischkutter in Scheveningen. Dem Hafen von der Stadt Den Haag.

            Neben den “Must Have’s” wie Echolot, Ortungssystem, Funksystem und natürlich einen Dieselmotor bieten die Schiffe auch noch folgende Ausstattung:

            • Sitzplatz für jeden Angler
            • Brötchen- und Getränke-Service an Board
            • Eine Toilette
            • Wasserpumpe und Wasserschlauch (Für die Fisch-Ausnahme)
            • Zusätzlich bietet die Trip Rederij einen Angel-Verleih direkt am Hafen. Hier kann man sich für den ganzen Tag ein komplettes Angel-Set mit Makrelenpaternoster und Blei für 15 Euro ausleihen. Außerdem gibt es ebenfalls direkt am Hafen ein kleines Anglergeschäft, um sich noch mal mit dem Nötigen eindecken zu können.

            Ein ganzer Tag Makrelen-Angeln kostet insgesamt 40 Euro (Stand 2016). Wenn man keine passende Angel hat, kann man sich, wie bereits erwähnt, eine Leihangel für 15 Euro besorgen. Vorsichtshalber sollte man aber immer 2 – 3 Ersatz-Paternoster und 1 – 2 Ersatzgewichte, für je 2 bis 4 Euro besorgen.

            Da es mehrere Fischkutter gibt, hat die Reederei logischerweise auch mehrere Kapitäne.

            In Holland ist die Amtssprache niederländisch. Trotzdem kann so gut wie das gesamte Personal Deutsch, um sich vernünftig mit jemanden unterhalten zu können.

            Das sieht man bereits, wenn man die Homepage besucht. Beim Aufruf der Webseite der Trip Rederij kann man zunächst eine Sprache (Deutsch, Niederländisch oder Englisch) auswählen.

            Das gesamte Bordpersonal schien mir immer erfahren, kompetent und hilfsbereit zu sein. Allerdings hatte ich bis jetzt immer den selben Kapitän. Einen älteren Herren. Von den anderen Kapitänen höre ich oft nur Schlechtes. Daher ist es immer eine Glückssache, ob man den „guten“ Kapitän erwischt.

            Meine Erfahrungen mit der Reederei Trip

            Am Mittwoch den 20. August 2014 war es wieder so weit. Es ging raus zum Makrelenangeln auf die Nordsee.

            Zusammen mit 5 anderen Hochseecowboys haben uns extra für diesen einen Tag Urlaub genommen. Unter der Woche ist es einfach angenehmer fürs Kutterangeln als am Wochenende oder an Feiertagen.

            Mein aller erstes mal auf hoher See war ich zum Makrelenangeln bei der Reederei Trip. Damals war das alles völliges Neuland für mich. Ohne eigene Ausrüstung und ohne Erfahrung bin ich zum nächstbesten Fischkutter in Holland gefahren. Doch das ist zum Glück schon einige Jahre her.

            Als ich im August 2014 wieder zum Makrelenangeln in Holland war, sah das Ganze schon ganz anders aus. Gut gewappnet war ich bereit für die Makrelenschwärme.

            Um Punkt 8 Uhr legte die Trip Tender vom Hafen ab.

            Als wir das offene Meer erreichten, merkte man schon sofort, den starken Wellengang. Die Windstärke betrug 4bft. Das Wasser schwappte bei den starken Wellen sehr schnell ins Boot. Meine Gummistiefel und Hose waren nach kurzer Zeit bereits nass. Gut, dass ich komplett wasserdichte Klamotten anhatte.

            Nichtsdestotrotz freute ich mich darauf, meinen Makrelenköder das erste mal ins Wasser ablassen zu können.

            Als es dann nach etwa einer Stunde das erste mal hupte, ließen alle ihre Paternoster ins Wasser. Nach etwa 10 Minuten hupte es erneut und das Schiff fuhr weiter. Doch niemand auf dem Boot hatte etwas gefangen.

            Dies wiederholte sich 2 Stunden lang ohne, dass es nur eine Makrele gefangen wurde.

            Doch dann.

            Man sah einen Schwarm Möwen, die sich senkrecht ins Wasser stürzten. Sie waren auf der Jagt nach kleinen Fischen. Das ist ein Zeichen für den Kapitän, dass dort ein Schwarm Makrelen nach diesen kleinen Fischen jagen. Also steuerte der Kapitän geradewegs die Möwen an.

            Plötzlich veränderte sich alles. Jeder Angler auf dem Boot fing sofort mehrere Makrelen auf einmal. Nach kürzester Zeit hatte jeder von uns 10 bis 20 Fische in seinem Eimer.

            Den halben Ausflug lang, verblieben wir an dieser einen Stelle. Der Kapitän musste nur noch etwas gegensteuern, da wir durch den starken Wind, sehr stark abgedriftet sind.

            So fingen wir eine Makrele nach der anderen. Es war keine Seltenheit, wenn an jeden Haken eine Makrele gebissen hat. Full House!

            Beim Makrelenangeln hat man sehr selten andere Fische als Beifang. Doch dieses mal war es anders. An diesem Makrelen-Angelausflug, ging bei mir ein kleiner Dorsch auf einen Haken des Makrelenpaternoster. Aber nicht nur ich, sondern auch ein anderer Hochseecowboy hatte einen ungewöhnlichen Beifang. Er hatte einen Hornhecht am Bauch gehakt.

            Nach zwei Stunden über den Makrelen hatte jeder um die 30 – 40 Fische gefangen. Mir reichte es auf jeden Fall. Mein relativ kleiner Eimer war voll. Es waren mehr Fische als ich und alle meine Bekannten essen könnten.

            Das merkte natürlich auch der Skipper. Obwohl der Makrelen-Schwarm noch bei uns war, hupte der Kapitän und fuhr weg vom Schwarm.

            Weit weg.

            So weit weg, dass keiner mehr etwas gefangen hat.

            Ich weiß nicht, ob es der Nachhaltigkeit des Fischbestands zugute getan hat oder, ob der Schwarm wirklich plötzlich weg war.

            Makrelen von der Reederei Trip

            Makrelen von der Reederei Trip | Quelle: Hochseecowboys

            Nachdem aber alle Eimer prall gefüllt mit frischen Fischen waren, konnte sich kein Angler mehr beschweren.

            Einige Angler versuchten vergebens noch ein paar Makrelen an Board zu ziehen. Andere fingen bereits damit an, die Fische aus zu nehmen.

            So endete Der Angelausflug auf Makrelen im August 2014 in Scheveningen.

            Den erfolgreichen Angelausflug ließen wir an der Imbissbude am Hafen mit frischen Kibbeling ausklingen.

            Das war unser letzter Ausflug in diesem Jahr. Ich bin schon gespannt, was die Makrelensaison zu bieten hat.

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            Meine ersten Erfahrungen mit dem Angeln habe ich bereits mit 8 Jahren gemacht. Damals noch auf kleine, schwache Weißfische.Seit mehreren Jahren bin ich von den Süßwasserfischen zu den Meeresfischen umgestiegen. Das Hochseeangeln von Booten und Kuttern macht mir dabei besonders viel Spaß

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            2 Antworten

            1. Daniek sagt:

              Ausstattung

              7

              Personal

              7.2

              Freier Platz

              7.4

              Preis

              7.5

              Fanggebiet

              0.7

              Wir waren gestern Mittag auf der Trip Junior. Die anderen Schiffe der Reederei blieben im Hafen. Die Morgenschicht war schon am meckern als sie vom Boot kam. Wir sollten es noch toppen. Nichts ging. Vielleicht würden insgesamt 30 Makrele von 80 Jüngern gefangen. Auf Deck kam es schon zu tummelten. Angler beschwerten sich beim Kapitän, was er für Plätze anfahren würde, wobei niemand was fängt.
              Das ging bei jeder Drift so. Ich bin mit den fertig. Die nehmen alles mit was kommt!

            2. Angelgast sagt:

              Ausstattung

              2.3

              Personal

              0.4

              Freier Platz

              7.7

              Preis

              2

              Fanggebiet

              0.1

              Wir haben am 4 November am Wrack Fischen mit der Trip Junior teilgenommen.
              Alle Angler haben folgendes beachtet was der Veranstalter beschreibt:
              Es werden beim Wrackfischen hauptsächlich Kabeljau in größeren Mengen und Franzosendorsch
              gefangen.

              Die Ausrüstung und die Köder werden dann ganz klar beschrieben, dadurch angespornt haben sich alle Angler entsprechend auf diese Tour mit der entsprechenden Ausrüstung und Ködern die vor Ort gekauft werden können vorbereitet.
              Die Köder müssen schon bei der Buchung im Center gekauft werden, an Bord ist dies dann nicht mehr möglich.

              Kurze Beschreibung der Angelfahrt: Wetter und Seegang OK ,es wurde immer mal angehalten und gefischt, aber das was die Kunden bezahlt haben nämlich Wrack Fischen fand so nicht statt (siehe Beschreibung Veranstalter).

              Bilanz des sogenannten Wrackfischen: Angler die ab Mittag nur noch Lustlos alles Mögliche probierten bezüglich der Ausrüstung und die Ersten die das Angeln einstellten.

              Es wurden praktisch nur mini Fische und Seesterne geangelt in Kleinstmengen, was wohl auch bei dieser Rundfahrt nicht verwundert.

              Krönung des Tages
              Die Crew kümmert sich überhaupt gar nicht um ihre Gäste und zum Schluss scheuchte man diese
              dann auch noch in einer Unfreundlichkeit aus dem Essensraum (ab 13 Uhr fing es stark an zu
              Regnen und es war stürmisch).

              Sowas habe ich in fast 40 Jahren noch nicht erlebt wie man eine Angeltour gestaltet und die zahlenden Kunden behandelt.

              Nun kann sich jeder selbst seine Gedanken machen ob er sich so das Hochseefischen vorstellt.

              „Lange Anreise hohe Kosten und ein ganzer Tag richtig versaut“

              An den Anglern und Wetter hat das jedenfalls nicht gelegen.

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