Wie du dir deine perfekte Ausrüstung zum Dorschangeln zusammenstellst

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Sie muss das Hochseeangeln kinderleicht machen und anwendbar für jeden Zielfisch sein. Sie muss unzerstörbar sein und am besten nichts kosten.

Die perfekten Angelausrüstung!

Doch leider ist so eine Ausrüstung nur ein Traum.

Die Hersteller der Angelausrüstung empfehlen für jeden Zielfisch, für jede Umgebung und am besten für jedes Wetter eine eigene, perfekt für die Situation abgestimmte Ausrüstung.

Die Kunst ist es, eine Mischung daraus zu finden. Eine Ausrüstung, mit der man keinerlei Probleme beim Angeln hat für die man aber nicht gleich einen zweiten Job annehmen muss, nur um sich die Ausrüstung kaufen zu können.

Im folgenden Beitrag erfährst du, wie du für dich selbst eine perfekte Ausrüstung zum Dorschangeln zusammenstellst. 

Die richtige Ausrüstung zum Dorschangeln

Wie in unseren anderen Beiträgen erklärt, ist das Angeln auf Dorsch in Deutschland sehr beliebt. Aber nicht nur in Deutschland sondern, auch in vielen anderen Ländern, wie zum Beispiel in Polen, Dänemark, Norwegen oder Island ist das Dorschangeln äußerst beliebt.

Daher ist es unmöglich eine Empfehlung zu geben, mit der man in allen Gebieten ein perfektes Angelerlebnis hat.

Die folgenden Empfehlungen gelten hauptsächlich für das Angeln von einem Kutter an der Ostsee. Angelt man mit einem eigenen Kleinboot oder Bellyboot, dann darf die Ausrüstung auch etwas leichter gewählt werden. Angelt man hingegen öfters in der Nordsee oder in nördlicheren Gebieten von Dänemark (zum Beispiel am gelben Riff), dann sollte man eher zur schwereren und stabileren Variante greifen.

Der größte Vorteil von den hier empfohlenen Ausrüstungen ist, dass sie bei sehr vielen Arten des Hochseeangelns verwendet werden kann. Ich versuche die Ausrüstungen so universell wie nur möglich zu empfehlen und so gut es geht zu beschreiben, dass sie nicht nur für das Pilken auf Dorsche, sondern auch für das Dorschangeln mit Naturköder, Gummifisch und anderen Alternativen genutzt werden kann.

Die Rute – stabil und flexibel

Bei der Rute beginnt schon die Qual der Wahl. Die Hersteller bieten eine breite Palette an Angelrutten an und jede hat seine eigenen Vor- und Nachteile.

Bei der Rute sollte man unbedingt darauf achten, dass sie stabil genug ist, damit sie selbst bei einer Doublette (Zwei Fische auf einmal) nicht bricht. Sie muss ebenfalls stabil genug sein, um kleinere Dorsche aus dem Wasser hieven zu können, ohne gleich den Kescher benutzen zu müssen

Außerdem sollte die Rute flexibel genug sein, damit man einen sehr guten Kontakt zum Köder hat. Eine flexible Rute hat ebenfalls den Vorteil, dass es das Ausschlitzen der Fische reduziert, da die Rute noch ein wenig Spiel zulässt.

Eine Dorschrute sollte eine Länge von 2,4 Meter bis 2,7 Meter haben. Manchmal sind auch Ruten mit einer Länge von bis zu 3,2 Meter denkbar.

Kürzere Ruten haben den Vorteil, dass man selbst bei Platzmangel bequemer auswerfen kann, wenn man beispielsweise von einem überfüllten Kutter oder von einem Bellyboot aus angelt. Eine längere Rute ist vorteilhaft, wenn man regelmäßig vom Angelboot aus angelt. Vom Boot aus kann man mit einer längeren Rute weitere Würfe erreichen.

Das Wurfgewicht der Rute sollte 40 – 100 Gramm oder max bis 150 Gramm betragen. Stabilere Ruten sind auch denkbar. Ein Wurfgewicht von über 150 Gramm würde ich aber nur empfehlen, wenn du die Rute nur mit Pilkern benutzen willst, oder wenn du sie auch zum Makrelenangeln nutzen möchtest. Bei so schweren Ruten geht dir sonst das Gespür beim Angeln mit Gummifischen verloren.

Früher wurde tatsächlich mit Ruten mit einem Wurfgewicht von bis zu 300 Gramm auf Dorsch geangelt. Diese Angeltechnik hat sich aber glücklicherweise größtenteils eingestellt. Das Angeln mit einer solchen Rute ist so, als ob man mit einer Kanone auf Spatzen schießt.

Immer beliebter wird hingegen das Ligh Pilkern. Dabei wird mit besonders leichtem Geschirr geangelt. Die Rute hat dabei ein Wurfgewicht von unter 100 Gramm. Manche Angler verwenden sogar stabile Hecht-Spinnruten mit einem Wurfgewicht von bis zu 60 Gramm. Solche Ruten sind vor allem dann empfehlenswert, wenn man bei sehr ruhigem Wetter angelt oder wenn man mit einem Gummifisch angeln möchte.

Die hier genannten Ruten gibt es auch mit anderen Größen und anderen Wurfgewichten. Einfach unten das passende Modell auswählen

Die Rolle muss unbedingt salzwasserfest sein

Beim Dorschangeln kann die Wahl der richtigen Rolle entscheidend über Erfolg und Misserfolg sein.

Manche Angler schwören auf eine Meeres-Multirolle. Diese haben den großen Vorteil, dass die Schnur direkt aufgewickelt wird, anstatt über den Bügel gewickelt zu sein. Außerdem ist die Multirolle stabiler als eine gewöhnliche Stationärrolle. Die Multirolle eignet sich besonders beim Vertikalangeln und Schleppangeln.

Dennoch empfehle ich jedem Angler (Besonders Anfängern) eine mittelgroße Stationärrolle. Der größte Vorteil an der gewöhnlichen Stationärrolle ist, dass man einfacher auswerfen kann, da sich keine Perücken bilden. Außerdem sind Stationärrollen gegenüber vergleichbaren Multirollen etwas günstiger. Des weiteren kann jeder Angler mit der Stationärrolle umgehen und bei der Multirolle muss das etwas geübt werden.

Unabhängig ob man sich für eine Stationärrolle oder doch für eine Multirolle entscheidet, gibt es eine Eigenschaft, die jede Rolle haben muss, wenn man damit Dorsche angeln möchte. Die Rolle muss salzwasserfest sein. Ob eine Rolle Salzwasserfest ist, oder nicht, geben die Hersteller meistens direkt in der Produktbeschreibung an. Aller hier genannten Rollen sind auf jedem Fall geeignet für den Einsatz beim Meerwasser.

Beim Kauf einer neuen Rolle sollte man unbedingt darauf achten, dass sie genug Schnur fassen können muss. Je nachdem wie dick die Schnur ist, ändert sich auch logischerweise die Schnurfassung bei einer vollständig aufgespulten Rolle.

Ein grober Richtwert für die benötigte Schnurfassung ist etwa das 10 fache der erwarteten Tiefe. In Deutschland hat die Ostsee eine Tiefe von etwa 5 bis 20 Metern. Somit wird eine Rolle mit einer Schnurfassung von etwa 200 Meter benötigt. Dies entspricht bei den meisten Hersteller eine 3000er Rolle. Größere Rollen halte ich für überflüssig für den Einsatz in Deutschland, da dies nur unnötiges Gewicht bedeutet.

Desweiteren sollte bei der richtigen Rolle auf die Übersetzung geachtet werden. Sie sollte etwa 5 zu 1 betragen. Je höher die Übersetzung ist, desto weniger Umdrehungen muss man kurbeln, um die gleiche Menge an Schnur wieder aufzuwickeln.

Folgende Rollen kann ich dir empfehlen:

Als Schnur eignet sich nur eine möglichst dünne, geflochtene Schnur

Die wichtigste Entscheidung bei der Schnur-Wahl ist die Frage ob monofile oder geflochtene Schnur. Häufig ist das eine Glaubensfrage. Beim Dorschangeln (vom Boot und vom Kutter) sollte man aber auf jedem Fall eine geflochtene Schnur wählen. Die wichtigsten Vorteile einer geflochtenen Schnur beim Dorschangeln sind folgende:

  • Man kann weiter und gezielter auswerfen
  • Man kann den Köder viel lebhafter führen.
  • Selbst leichte Bisse sind deutlich zu spüren, da sich geflochtene Schnur so gut wie gar nicht dehnt.
  • Es gibt einen direkten Kontakt zum Köder und Fisch.

Vor allem, wenn man nicht alleine auf einem Boot oder Kutter angelt, sollte man sich eine farbige Schnur holen. Dies vermeidet unnötiges verheddern mit seinen Mitanglern, nur weil man die Schnur nicht sieht. Gut sichbare Schnur-Farben sind Gelb, Rot und Orange. Farben, die man schnell übersieht sind Aquagrün, Blau oder Weiß.

Die geflochtene, gut sichtbare Hauptschnur sollte ein Durchmesser von etwa 0,14 bis 0,20 mm haben. Eine dünnere Schnur ist immer besser als eine dickere Schnur. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass die Schnur eine Tragkraft von 8 bis 10 kg erreicht.

Folgende Schnüre kann ich für das Dorschangeln an der Ostsee empfehlen:

Hinter der geflochtenen Schnur muss unbedingt noch ein etwa 50 – 100 cm langes monofiles, weißes Vorfach geschnürt werden. Ohne ein solches monofiles Vorfach würden  viele Dorsche beim Biss ausschlitzen. Auserdem ist die monofiele Schnur wiederstandsfähiger gegen Abrieb und kann auch dem Kontakt zu Muschen und Steinen trotzen. Hierbei ist zu achten, dass das monofile Vorfach etwas schwächer als die Hauptschnur ist. So erreicht man eine Sollbruchstelle, wenn der Köder mal festhängen sollte.

Dorsche leben und fressen in Schwärmen in Grundnähe. Da kann man mal auch über 20 Meter Schnur zwischen Angler und Fisch sein. Wenn dann mal ein größerer Dorsch anbeißt kann er noch mal einige Meter von der Schnur abwickeln. Wenn dann noch die Schnur reißt, können schnell mal viele Meter Schnur fehlen.

Deshalb sollte man immer darauf achten, dass man mindestens 100 Meter geflochtene Schnur auf der Rolle hat. Optimalerweise hat man aber 150 bis 200 Meter von der Schnur auf der Rolle.

Der Dorschköder: Auffällige Pilker und Gummifische funktionieren fast immer

Der wohl mit Abstand beliebteste Köder zum Dorschangeln ist der Pilker. Pilker gibt es in allen Größen und in allen Farben. Häufig werden neben den Pilker auch noch Beifänger aus Gummi verwendet. Das Angeln mit einem Pilker ist wirklich kinderleicht. Einfach auswerfen bzw. einfach absinken lassen und einige Male den Köder anheben und wieder absinken lassen und auf den Biss warten.

Ein weiterer sehr beliebter Köder für den Dorsch ist der Gummifisch. Er hat den Vorteil, dass er viel besser einen lebenden Fisch imitieren kann.

An manchen Tagen fängt man mit dem Pilker deutlich mehr. An anderen Tagen beißen die Dorsche allerdings nur noch auf den Gummifisch. Und das obwohl der Dorsch grundsätzlich sehr unvorsichtig beißt und nicht wählerisch ist.

Neben diesen beiden Ködern gibt es natürlich auch noch viele andere Köder. Da die richtigen Köderwahl sehr komplex ist, haben wir zu diesem Thema einen eigenen ausführlichen Beitrag gewidmet. Diesen findest du unter folgendem Link:

6 Köder, mit denen du ganz sicher Dorsche fängst.

Wie viel sollte ich für eine Dorschausrüstung ausgeben?

Die wohl am häufigsten gestellte Frage zur richtigen Angelausrüstung für das Dorschfischen, ist die Frage wieviel ein komplettes Set kosten darf.

Besonders von Anfängern höre ich sehr oft folgende Aussage

im Lidl habe ich eine neue Rute mit Rolle und Schnur für nur 40 Euro gesehen. Sie tut es doch auch.

Diese Meinung kann ich absolut nicht teilen. Ich bin selbst kein Fan davon von unbezahlbar teuren Angelausrüstungen, die man dann noch nach jedem zweiten Gebrauch wieder verkauft. Dennoch sollte man auf keinen Fall zu viel sparen. Denn wer zu billig kauft, der kauft bekanntlich doppelt.

Auch ich habe mal ein Billig-Set getestet. Bereits nach den ersten 3 Angeltagen, ging die Rolle  kaputt. Die Schnur übersprang häufig mal eine Umdrehung und wickelte sich deshalb nicht gleichmäßig wieder auf. Dies führte dazu, dass man nicht mehr richtig auswerfen konnte.

Grundsätzlich solltest du mit folgenden Preise für eine Ausrüstung rechnen.

  • Rute: Die Rute ist sehr wichtig beim Angeln. Deshalb sollte hier nicht zu sehr gespart werden. Es ist aber auch kein Luxus-Modell nötig. Für die Rute sollte man daher etwa 50 – 70 Euro einplanen.
  • Rolle: Bei der Rolle sollte man wirklich nicht sparen. Es ist die Komponente an der Angel, die am wichtigsten ist, aber leider auch am ehesten kaputt geht. Eine Rute bricht nur, bei falscher Nutzung. Eine Rolle geht hingegen auch nach der Zeit von selbst kaputt. Deshalb solltest du bei der Rolle mindestens ein mittelklassiges Modell wählen in einer Preisspanne von 60 bis 100 Euro.
  • Schnur: Die Schnur halte ich für weniger wichtig. Sie muss nur stark genug sein um nicht zu reißen. Unabhängig davon wie viel die Schnur kostet, muss man sie trotzdem regelmäßig komplett austauschen. Deshalb kann bei der Schnur auch zu den billigeren Modellen gegriffen werden. Diese gibt es häufig schon für unter 40 Euro.
  • Köder: Der richtige Köder ist der Schlüssel zum Erfolg. Deshalb sollte man eine breit gefecherte Auswahl an Ködern haben. Diese sollte zum Start aus mindestens 5 Pilkern (je 3 – 5 Euro) in unterschiedlichen Größen und Farben bestehen. Zusätzlich sollte man noch einige Gummifische im Petto haben. Diese gibt es zusammen mit einem passenden Jighaken für etwa 5 Euro. Für eine komplett neue, gut sortierte Ködertasche kommt man somit auf einen Gesamtpreis von etwa 70 – 100 Euro, inklsusive der Tasche und den Köderboxen selbst.

Sinnvolles Zubehör

Neben einer fertigen Angel mit Ködern solltest du dir überlegen, ob du nicht noch das folgende Zubehör benötigst, für den Transport und für die Aufbewahrung von deiner neuen Angelausrüstung.

Eine Wasserfeste Tasche

Auf hoher See sollte man seine Verpflegung, Handy, Portmonee und alle andere wichtige Sachen in einer wasserdichten Tasche verstauen können.

Cormoran Big Cat Tarpaulin Carryall Tasche Modell 4009 71x34x34cm

Transporttasche für Ruten

Deine Angelrute, beziehungsweise die Rolle kann beim Transport schnell kaputt gehen. Damit sowas nicht passiert, sollte man sie für den Transport in eine dafür vorgesehende Tasche packen. Bitte achte beim Kauf darauf, dass deine Angel auch wirklich in die Rutentasche passt.

Auf Angelplatz.de findest du eine große Auswahl an guten Transporttaschen

Köderkoffer mit Köderboxen

Die Köder werden immer mehr. Damit man sie gut und praktisch verstauen kann, sollte man sich eine Ködertasche oder einen Köderkoffer kaufen, der gefüllt ist mit Köderboxen.

Berkley Tasche inkl. 4 Boxen

Relingklette

Möchte man die beliebten Meeresfische von einem Fischkutter aus befischen, dann muss man die Angel während der Fahrt irgendwo befestigen. Hierzu eignen sich sogenannte Relingkletten perfekt. Diese sind klein, günstig und können fast überall angebracht werden.

Team Deep Sea Relingklette (Reling Rutenhalter)

Organizer

Wenn man genau über einem Dorschschwarm steht, dann muss es immer schnell gehen. Man hat nicht die Zeit um Köder, Schlagstock, Maßband und Messer suchen zu müssen. Deshalb wurden die praktischen Organizer erfunden, in denen man alles wichtige aufbewahren kann.

SPRO Bootsorganizer 27x20cm

Eine gut isolierte Kühlbox…

Damit der gefangene Fisch auch an heißen Tagen immer frisch bleibt, solltest du den ausgewaideten Fisch (oder nur das Filet) in einer guten Isolierbox aufbewahren

EZetil Mirabelle Thermoelektrische Kühlbox

… mit einigen Kühlakkus

Damit die Fischbox immer kühl bleibt und damit der Fisch nicht verdirbt, sollte man im Sommer immer genug eiskalte Kühlakkus mitnehmen

Ezetil Kühlakkus

Fertige Ersatzangel

Auch wenn es sich zunächst sehr banal anhört. Eine Ersatzangel ist fast unverzichtbar.

Von der Qualität her muss die Ersatz-Ausrüstung natürlich nicht das unbezahlbare High-End Gerät sein. Eine alte, gut gepflegte Angel mit einer vernünftigen geflochtenen Schnur reicht vollkommen aus. Es sollte nur darauf geachtet werden, dass alle Komponenten salzwafferfest sind.

Welche Ausrüstung verwendest du?

Ich hoffe diese Tipps konnten dir dabei helfen deine nächste Ausrüstung für das Angeln auf Dorsch zusammenzustellen. Ich habe für jede Komponente mehrere Alternativen aufgelistet, damit etwas für jede Preisklasse vorhanden ist. Zu der extrem Billig-Ausrüstung bei der ein komplettes Set 40 Euro kostet, würde ich dir auf gar keinen Fall raten. Die Ausrüstung nutzt sich bereits nach einigen Malen nutzen so stark ab, dass es keinen Spaß mehr macht sie zu nutzen.

Wenn du allerdings schon eine Dorschausrüstung hast, würde es allen anderen Lesern helfen, wenn du über deine Ausrüstung berichtest. Was verwendest du? Wie viel hast du für deine Ausrüstung bezahlt? Doch die wichtigste Frage ist wohl, wie sehr du mit deiner Ausrüstung zufrieden bist und ob du sie weiter empfehlen würdest.

Schreibe einfach einen Kommentar unter diesen Beitrag und berichte uns doch bitte von deinen Erfahrungen!

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Meine ersten Erfahrungen mit dem Angeln habe ich bereits mit 8 Jahren gemacht. Damals noch auf kleine, schwache Weißfische.Seit mehreren Jahren bin ich von den Süßwasserfischen zu den Meeresfischen umgestiegen. Das Hochseeangeln von Booten und Kuttern macht mir dabei besonders viel Spaß

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12 Antworten

  1. Peter sagt:

    Hallo
    Erstmal großes Lob für die Artikel schlechthin.
    Betreff der Ausrüstung sollte bedacht werden, das sich nicht jeder unbedingt gleich eine komplette Ausrüstung zulegen muß. Gutes Hechtgeschirr tut es in der Regel auch. Als Rute eine zweiteilige Spinnrute mit einer Länge von 2,75-3,05 und 40-100 Gramm WG reicht auf alle Fälle.
    Bei der Rolle muß es keine salzwasserfeste Rolle sein. Alle Ritzen etc, wo Wasser eindringen kann mit Heißklebestift abdichten und die Rolle nach jedem Angeltag ausgiebig mit lauwarmen Wasser spülen. Es sollte auf jeden Fall eine 3000er sein, besser eine 3500er. Ich persönlich benutze eine uralte Team Daiwa 3500.
    Bei den Ködern ruhig die Gummifischbox fürs Hecht-und Zanderangeln mit einpacken. Findet sich meistens ein gleichwertiger Ersatz zu den gerade fängigen Farbmustern.
    Ganz wichtig, kontrolliert die Haken und Sprengringe Eurer Pilker und tauscht diese im Zweifelsfall aus.
    Freue mich auf weiter Artikel. Danke und weiter so.
    Gruß Peter

    • Arthur sagt:

      Hallo Peter,

      du hast absolut recht. Nicht jeder muss sich sofort eine komplett neue, teure Ausrüstung kaufen. Es muss immer individuell abgeschätzt werden, ob es sich lohnt, neue Ausrüstung zu kaufen, oder ob die alte Spinnrute es nicht auch tut.

      Deine Erfahrungen stimmen ja mit meinem Empfehlungen fast komplett überein, außer bei der Rolle. Ich selbst würde niemals auf die Idee kommen die Rolle mit einem Heißklebestift abzudichten. Aber es ist eine nette Idee :-). Dennoch würde ich eine „echte“ mmeerestaugliche, salzwasserfeste Rolle empfehlen.

      Bei der Rolle muss man halt immer schauen. Eine größere Rolle bedeutet auch immer zusätzliches Gewicht. Nach 6 Stunden Dauer-Angeln, macht sich jeder Gramm bemerkbar. Für die deutsche Ostsee finde ich Rollen, die größer als eine 3500er sind, für viel zu groß. Das würde sich meiner Meinung nach nur lohnen, wenn man hauptsächlich in anspruchsvolleren Regionen (z. B. Norwegen) angelt.

  2. Peter sagt:

    Hallo nochmal
    Die von Dir oben genannte Penn Slammer 360 wiegt ja gigantische 365 Gramm und hat ein Schnurfassungsvermögen von 265m 28er. Da wiegt meine 3500er knappe 50 Gramm weniger. Und das mit dem Heißklebestift funzt wirklich, bei mir seid 25 Jahren! Ich muß allerdings dazusagen, das ich nur 1-2 mal im Jahr an die Ostsee fahre und wirklich nach jedem! Angeltag die Rolle wie auch die Rute gründlich mit lauwarmen Wasser abwasche und meinen Rollen grundsätzlich 1x per Anno eine Grundpflege gönne. Dies kann ich jedem Angler nur raten, da hält das Geschwirr, wenn man nicht mit dem Auto drüberbügelt, gleich wesentlich länger.
    Und für Norwegen nehme ich grundsätzlich Multis. Wesentlich leichter bei gleicher Schnurfassung und zudem wesentlich stabiler.

    Grüße Peter

  3. Fritz sagt:

    Oh man, wenn ich sowas lese, kommen immer alte Erinnerungen hoch, als ich noch angeln war. Mein letzter Angelurlaub in Norwegen mit meinem Bruder ist jetzt mittlerweile 8 Jahre her.. Seit 2 Wochen, bin ich aber wieder dabei, mit neue Ausrüstung zuzulegen und sämtliche Informationen aufzusaugen :) Deshalb danke, für dieses tollen Bericht, ist ein lesenswerter Blog! :) LG Fritz

    • Arthur sagt:

      Hallo Fritz.
      Es freut mich wenn ich dir helfen konnte.
      Wenn du deine Angelausrüstung gekauft hast, kannst du hier auch gerne noch mal Feedback geben, welche Ausrüstung du gekauft hast und wie deine Erfahrungen damit sind.

  4. Lars sagt:

    Angln ist für mich totale Entspannung und Leidenschaft pur. Ich kann mir an freien Tagen nichts besseres vorstellen, als mit meinem Angel-Kumpel gemeinsam an einem See zu sitzen und dicke Fische aus dem Wasser zu ziehen :)
    Aber an das Dorschangeln habe ich mich bisher noch nicht gewagt, ich angle lieber in stillen Gewässern auf Grund. Habe aber schon oft mit dem Gedanken gespielt, mal auf andere Fische zu gehen, aber leider hat man immer nicht genug Zeit, um mal weiter weg zu fahren.. :(
    Danke für den perfekten Beitrag, es fühlt sich immer wie Wochenende an, wenn ich was über Angeln lese :P

    Viele Grüße aus Sachsen-Anhalt, Lars :)

    • Arthur sagt:

      Hallo Lars,

      früher war ich auch immer nur an stillen Gewässern. Nachdem ich aber das erste mal auf hoher See geangelt habe hat mir das so viel Spaß gemacht, dass ich nur derzeit fast nur noch auf Dorsch und co. angle.
      Da sorge ich immer dafür dass ich mir die Zeit nehme, weil es einfach viel mehr Spaß macht.

  5. maX K. sagt:

    ich bin noch absoluter Neuling im Angeln, aber ich sauge gerade sämtliche Informationen auf, wie ein Schwamm. Von daher bin ich für solche Beiträge wie diesen sehr dankbar. Ich kaufe mir gerade eien eigene Angelausrüstung zusammen, damit es zeitnahe losgehen kann =)
    Ich fange aber lieber erstmal klein an und übe mich mit einer Stipprute für die kleinen Fischis, man sollte ja erstmal alles kennenlernen. Würde mich aber freuen, wenn ich hier ein paar Empfehlungen bekommen würde, wo man im Osten Deutschlands gut angeln kann, falls sich jemand auskennt :)
    Grüße!

  6. Thomas_78 sagt:

    Hi,
    Danke für diesen Artikel, die Webseite. Habe sie vor ca. 1Monat für mich entdeckt.
    Zu meiner Dorsch Ausrüstung.
    Da ich in Belgien, Brüssel wohne, habe ich die Nordsee ja fast vor der Haustür, daher gehe ich regelmäßig in Frankreich, Belgien oder den Niederlanden auf Tour.
    Meine Ausstattung:
    DAIWA SEALINE X’treme INTERLINE 2,10m 20-50lbs (für WRACK-Fischen, Wolfsbarsch in Frankreich)
    DAIWA SEALINE X’treme INTTERLINE 15-30lbs (Anker-Fischen, Makrelen)
    DAIWA SEALINE Ishidai (Mittlere Multi)
    DAIWA SEALINE 30LWLA (Schwerere Multi)
    BALZER METALLICA ACE 1050 (schwerere Stationärsrolle)
    Ich weiss, das diese Ausstattung für einen Anfänger total übertrieben ist, habe mich allerdings, nach günstig und mittelpreisig, im 3 Versuch, für diese Ausstattung entschieden und bin bis jetzt (ca.2-3 Jahre) mehr als zufrieden.
    Grüße!

  7. Ronald Mosert sagt:

    Hi Arthur,

    schöner und interessanter Artikel. Ich selber war jetzt im August zum ersten Mal auf einem Kutter zum Dorschangeln. Ich war sehr begeistert und werde definitiv zum Wiederholungstäter und das schon im kommenden Oktober. Meine Kombo besteht aus einer Mitchell Avosea Wind Light Pilk Rute in 3,00m Länge und einem Wurfgewicht von 80-120 Gramm und einer Spro Zalt Arc 745 mit ner 14ner geflochtenen Power Pro Schnur. Ich fische nur mit Gummifisch ohne Beifänger. Ich kam eigentlich sehr gut klar mit der Kombo. Die Rute selbst war wohl an diesem Tag (sehr wenig Drift) etwas überdimensioniert. Das kann sich natürlich im Herbst schon wieder ändern. Aber ich denke, damit kann man durchaus ordentlich auf Dorsch angeln. Vielleicht hat noch jemand ein paar brauchbare Tips für mich. Wie gesagt, es war mein erster Versuch auf dem Kutter. Man lernt ja Gott sei Dank auch noch dazu.

    Bis dahin, Gruß Ronald

  1. 7. März 2016

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